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Donnerstag, 9. Oktober 2014

3. Etappe Leon - Astorga

Etwa 53 km, 3:53 Stunden und ca. 400 Höhenmeter
Heute war eine eher ruhige Etappe geplant. Durch den Defekt an meinem MTB sind wir erst 12:15 Uhr gestartet.
Der Weg aus der Stadt ist als Radpilger immer noch schwierig zu finden. Die Fusspilger gehen auf der linken Seite und dort sind auch die allfälligen gelben Pfeile zu finden. Irgendwann hatten wir genug und sind ebenfalls auf dem linken Bürgersteig gefahren. Vorsichtig natürlich, aber anders wären wir kaum in einer vernünftigen Zeit aus Leon raus gekommen.
Die ersten Kilometer sind grauenvoll. Der Camino führt den Pilger durch Industriegebiete. Danach wird es auch nicht besser: man folgt der N120 - eine viel befahrene Nationalstrasse. Gute 30 Kilometer Pilgergrauen!
Ab Orbigo und der schönen Brücke über den gleichnamigen Fluss, wird es deutlich besser, insbesondere wenn man wie wir nicht den Weg an der N120 wählt. Fahrtechnisch wurde es etwas anspruchsvoller: MTB mehr als vorteilhaft!
Der letzte Kilometer in die Stadt Astorga war richtig steil. Dann ging es Richtung Kathedrale zu unserer Unterkunft im Hotel Gaudí (direkt gegenüber vom Bischofspalast).

Mittwoch, 8. Oktober 2014

2. Etappe Carrion de los Condes - Leon

Strecke: ca. 97 km, 7,5 Stunden und 550 Höhenmeter.

Nachdem die Wettervorhersage nicht unbedingt günstig war, sind wir gleich mit Regenklamotten gestartet.

Gleich zu Beginn der Strecke habe ich die Ursache für meine gestrigen Knieprobleme gefunden: der Sattel war ca. 5 cm zu weit hinten. Wahnsinn was das ausmacht.

Der Regen blieb zunächst aus, dafür war der Wind noch stärker als gestern. An den besonders windigen Stellen, sind wir aufgrund des Gegenwindes sogar bergab langsamer geworden.

Kurz vor Sahagun wurde aus den gelegentlichen Schauern dann ein heftiger Regenguss. Zusammen mit Windstärke 4-5 Bft fühlte sich das  wie Hagel an.

Die Strecke ist bei Regen und Wind noch trostloser als ohnehin schon. Dem Auge wird wenig geboten. All meinen Respekt vor den Fusspilgern, die brauchen für dieses Teilstück 3-4 Tage. Da hat man mehr als genug Zeit über alles nachzudenken.

Was dieses mal wirklich auffällt ist der hohe Anteil an Asiaten unter den Pilgern. Leicht zu erkennen am Smartphone oder Tablet - beides Dank UMTS auch mitten im Nichts in Benutzung. Ohnehin ist die Vernetzung mit dem Internet weit fortgeschritten, jede noch so kleine Bar im hinter letzten Kaff hat "free WIFI". Kommt mir als Blogger natürlich entgegen und auch für die Wettervorhersage ganz hilfreich.

Nachdem wir in den Orten vor Leon keine schöne Herberge gefunden ( vielleicht auch nicht gesucht) haben, sind wir gleich nach Leon weitergefahren. Mit der Einfahrt in die Stadt begann dann der ultimative Wolkenbruch, offensichtlich wollte der Himmel die paar regenfreien Stunden am heutigen Tage wieder aufholen. Unsere bescheidene 4Sterne Herberge vom letzten Mal war leider ausgebucht. Der Rezeption ist empfahl uns ein kleines Hotel in der Altstadt, das " Petits Leon" - ein tolles kleines Hotel und mit 55 Euro für das Zimmer (Twin room) wirklich günstig.
Nun lassen wir den Tag beim Italiener " Made in Italy " ausklingen....