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Samstag, 11. Oktober 2014

4. Etappe Astorga - Pontferrada

Etwa 55 km, 4:42 Stunden, ca. 840 Hm
Nach dem kargen Frühstück (Toast + Butter + Marmelade + Café con leche) haben wir noch die Kathedrale in Astorga besichtigt. Man braucht sich nicht zu wundern, dass manche Kirche für "Pilger" nicht mehr voll zugänglich ist. Ein französischer Pilger fotographierte erst exzessiv mit dem iPad, dann mit seiner Kamera und dirigierte dann seine Frau ihn formatfüllend abzulichten - das alles in Mitten von betenden Einheimischen und Pilgern und trotz Fotographierverbot.
Wieder auf den Bikes ging es fast 30 km stetig aufwärts (660 HM) zum Cruz Ferro. Die darauf folgende Abfahrt war deutlich schwieriger als vor 6 Jahren. Viele Stellen sollte man nur dann fahren, wenn man lebensmüde oder ein begnadeter Biker ist. Ohne Scheibenbremsen und einem vernünftigen MTB ist der Fussweg jedenfalls nicht zu machen. Das ist kein Problem, denn der Camino folgt mehr oder minder der Strasse.
Trotz aller Schwierigkeiten war die Abfahrt auf dem Pilgerpfad schön, auch wenn wir recht oft die Fahrräder nur bergab schieben konnten, da Geröll und der stark ausgewaschene Weg eine Fahrt zu gefährlich machten.
Die Stelle an der Carsten vor 6 Jahren gestürzt ist, haben wir nicht sicher identifizieren können. Aber das war letztendlich auch egal, denn wir sind sicher in Pontferrada angekommen.
Dort konnten wir, nach Zigarre, Tapas und Rotwein, die alte Templerburg und die Altstadt besichtigen. Den Abend haben wir dann mit einem typisch späten spanischen Essen ausklingen lassen.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

3. Etappe Leon - Astorga

Etwa 53 km, 3:53 Stunden und ca. 400 Höhenmeter
Heute war eine eher ruhige Etappe geplant. Durch den Defekt an meinem MTB sind wir erst 12:15 Uhr gestartet.
Der Weg aus der Stadt ist als Radpilger immer noch schwierig zu finden. Die Fusspilger gehen auf der linken Seite und dort sind auch die allfälligen gelben Pfeile zu finden. Irgendwann hatten wir genug und sind ebenfalls auf dem linken Bürgersteig gefahren. Vorsichtig natürlich, aber anders wären wir kaum in einer vernünftigen Zeit aus Leon raus gekommen.
Die ersten Kilometer sind grauenvoll. Der Camino führt den Pilger durch Industriegebiete. Danach wird es auch nicht besser: man folgt der N120 - eine viel befahrene Nationalstrasse. Gute 30 Kilometer Pilgergrauen!
Ab Orbigo und der schönen Brücke über den gleichnamigen Fluss, wird es deutlich besser, insbesondere wenn man wie wir nicht den Weg an der N120 wählt. Fahrtechnisch wurde es etwas anspruchsvoller: MTB mehr als vorteilhaft!
Der letzte Kilometer in die Stadt Astorga war richtig steil. Dann ging es Richtung Kathedrale zu unserer Unterkunft im Hotel Gaudí (direkt gegenüber vom Bischofspalast).